Adaptogene sind natürliche Pflanzenwirkstoffe, die Dich in Stressphasen unterstützen können. Sie helfen Deinem Körper, flexibler auf Stress zu reagieren und schneller wieder ins Gleichgewicht zu finden.
Stress gehört zum modernen Alltag wie das Smartphone in der Hosentasche. Termindruck im Job, familiäre Verpflichtungen, Schlafmangel oder emotionale Belastungen fordern Körper und Geist. Doch nicht jeder Mensch reagiert gleich. Während manche auch in turbulenten Phasen gelassen bleiben, geraten andere schneller an ihre Grenzen. Genau dann können sogenannte Adaptogene helfen.
Bekannte Vertreter sind:
Adaptogene können die Widerstandskraft des Körpers gegenüber sehr unterschiedlichen Belastungen erhöhen. Dazu zählen äußere Stressoren, wie Kälte, Hitze, Lärm, sowie biologische oder chemische Schadstoffe. Ebenso können sie bei psychischen Belastungen unterstützen, etwa bei Angst, emotionalem Druck oder depressiven Verstimmungen. Auch bei hoher körperlicher Beanspruchung, wie zum Beispiel bei Wettkämpfen, kommen sie zum Einsatz.
ine Reihe von klinischen Studien zeigt, dass Adaptogene eine signifikante Wirkung auf Stressfolgen haben. Beobachtet wurde eine Anpassung an eine körperliche oder emotionale Stresssituation. Adaptogene können also die Stressresistenz erhöhen. Bei stressbedingter Müdigkeit und Erschöpfung verbessern sie die Aufmerksamkeitsspanne sowie die geistige Leistungsfähigkeit.
Die Forschung zu Adaptogenen wächst, doch die Datenlage ist je nach Pflanze ganz unterschiedlich. Für einzelne Substanzen gibt es Hinweise auf positive Effekte bei Stress, Müdigkeit oder eingeschränkter mentaler Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig fehlen bei anderen Adaptogenen noch größere, hochwertige Langzeitstudien.
Tipp: Pflanzenportraits von verschiedenen Adaptogenen mit Studienhinweisen findest Du hier.
Die Bezeichnung "adaptogen" leitet sich von dem lateinischen Wort adaptare ab - es bedeutet "anpassen, passend machen". Der russische Arzt Dr. Nicolai Lazarev prägte den Begriff Adaptogen bereits 1958. Er war davon überzeugt, dass es Wirkstoffe gibt, die dem menschlichen Organismus helfen, sich an Stresssituationen besser anzupassen, indem sie die körpereigene unspezifische Abwehr steigern.
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA definiert Adaptogene als pflanzliche Wirkstoffe, die die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Stress erhöhen, ohne dabei stark stimulierend zu wirken.
Traditionell werden Adaptogene eher vorbeugend oder frühzeitig eingesetzt – idealerweise vor einer akuten Erkrankung. Ihre Wirkung setzt häufig nicht sofort ein, sondern erst nach einiger Zeit. Deshalb werden Adaptogene über einen längeren Zeitraum eingenommen. Eine Anwendungsdauer von ein bis drei Monaten hat sich bewährt, danach solltest Du eine Einnahmepause machen.
Adaptogene wie Ashwagandha, Rosenwurz und Sibirischer Ginseng unterscheiden sich grundsätzlich von klassischen Stimulanzien wie Koffein, Nikotin oder Amphetamin. Während diese Stimulanzien das Nervensystem direkt anregen und kurzfristig Wachheit sowie Leistungsbereitschaft steigern können, besteht bei regelmäßiger Anwendung häufig das Risiko einer Gewöhnung. Das bedeutet: Mit der Zeit sind höhere Mengen nötig, um denselben Effekt zu erzielen.
Adaptogene verfolgen einen anderen Ansatz. Sie gelten nicht als klassische „Aufputschmittel“. Sie haben lediglich einen Schutzeffekt, der dem Körper unterstützen soll, besser mit Belastungen umzugehen und Stressreaktionen auszugleichen. Sie führen weder zu einer körperlichen Gewöhnung noch haben sie Suchtpotenzial, selbst bei längerer Einnahme.
Adaptogene helfen Dir mit den negativen Folgen von Stress besser umzugehen. Aber wenn Du dauerhaft unter Strom stehst, braucht Du mehr als nur eine Kapsel.
Entscheidend für den Stressabbau sind:
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